Freitag, 10. Juni 2011

Wie man den Umgang mit Geld meistert und systematisch Vermögen aufbaut. Schritt3: Lasse dein Geld für dich arbeiten!

Wenn wir den finanziellen Schutz erreicht haben wird es erst richtig Spannend, jetzt wird es Zeit für das dritte Konto, ein Depot. Ab sofort können wir das Geld, mit dem wir uns monatlich selber bezahlen, für uns arbeiten lassen. Dieses Depot könnt ihr bei der selben Bank beantragen die auch euer Tagesgeld Konto führt.

Dieses dritte Konto wird auch oft als "Ganskonto" bezeichnet. Es ist wie eine Gans die euch goldene Eier legt (Zinsen), diese werden mit der Zeit immer größer und größer. Der einbezahlte Betrag wächst nicht nur dadurch das ihr weiter monatlich einzahlt, sondern ihr profitiert ganz entscheidend auch vom Zinseszinseffekt! So erschafft ihr euch langsam aber sicher ein Vermögen. Wie schnell das geht liegt an euch und an den Anlagen die ihr wählt. Allerdings gibt es eine Regel die ihr niemals verletzen dürft! Rührt dieses Geld niemals an, ihr würdet doch auch die Gans nicht schlachten, die euch goldene Eier legt, oder?

Es ist unerlässlich sich jetzt ein wenig selber mit dem Thema Anlegen zu befassen, hier dazu ein Gastbeitrag:

Was tun, wenn das „Ganskonto“ gefüllt wird?
Dies ist keine einfache Frage, die man innerhalb zwei drei Sätzen beantworten kann. Grundsätzlich muss jeder für sich erkennen, was für ein Risikotyp er ist. Da man diese Einschätzung aus meiner Sicht einfach so und schon gar nicht ohne Kenntnis der Möglichkeiten treffen kann (was ist eigentlich Risiko???), würde ich jedem Anfänger raten in etwa so vorzugehen:

25-50% des Ganskontos in gute Anleihen / Festverzinsliche Papiere mit Laufzeit 1-2 Jahre Anlegen. Das sollte im Moment um die 3,5-5,5% pro Jahr bringen. Den Rest würde ich in ETF’s anlegen. Hier wären ETF auf den DAX, EuroStoxx oder MCSI meine erste Wahl. Der Anlagehorizont ist hier wesentlich länger – also Minimum 7-15 Jahre.

Warum der hohe Anteil an festverzinslichen? Um so mehr man sich mit Kapitalanlage beschäftigt, um so sicherer wird man, was Risiko / Chancen und Zeithorizonte bedeuten. Dann kann man immer noch Umschichten. Wird das Ganskonto monatlich bespart, kann man sich ein Sparplan in ETF’s überlegen. Das hat den Vorteil, dass man durch den Cost Average Effekt in jeder Börsensituation einkauft und somit Schwankungen ausgleicht. Man kauft in schwachen Phasen mehr und in starken Phasen weniger.

In der nächsten Zeit, sollte das Konto weiter gefüllt werden und man kann sich über Einsteigerlektüre in den Bereich Aktien / Investments / Kapitalanlagen einarbeiten.

Bis bald und danke an Thomas,

Euer Cashrules!



TAGS: Geld :: Depot :: Anleihen :: ETF :: Anlegen :: Sparen:: Zinsen :: Cost Average

Kommentare:

  1. Moin!
    grundsätzlich gebe ich dir recht mit dem was du schreibst, auch wenn ich mich des Gefühls nicht erwehren kann, diese Texte fast 1 zu 1 in einem (einem!) Buch von Bodo S. gelesen zu haben. Vielleicht solltest du irgendwo erwähnen, dass es sich hier um ne Buchzusammenfassung handelt :)
    Einen Kritikpunkt hab ich aber trotzdem, lustigerweise liegt der Bodo da nämlich genauso falsch: der CAE. Klingt toll, ist ein super Marketinginstrument, das den Kunden und gewillten Anleger dazu bringen soll, regelmäßig zu sparen (was per se nicht schlecht ist). Aber so zu tun als würde man obendrein am Ende der Ansparphase mit dem CAE besser da zu stehen als ohne stimmt so einfach nicht!
    Das hat ein bisschen was mit Finanzmathematik zu tun und ist nicht unmittelbar einleuchtend. Aber es gibt diverse wissenschaftliche Abhandlungen dazu, die alle zu dem gleichen Ziel kommen: der Cost Average Effekt trägt nicht zu einer Überrendite bei.
    Dieses Ergebnis ist nicht besonders populär (wenn ich ne Bank wär würd ich damit auch nicht hausieren gehen) aber wenigstens wahr.

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  2. Mein Wissen stammt selbstverständlich aus den einschlägigen Quellen, natürlich auch aus Büchern wie "Der reichste Mann von Babylon", Bodo Schäfer`s Büchern und vielen anderen. Meine Texte spiegeln dises Wissen, gepaart mit meiner eigenen Erfahrung. Das mit dem CAE ist interessant und das wusste ich nicht.

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